Karate kennt keine Altersgrenze

Tag der offenen Tür der Sportschule Yuishinkan am 20.04.2013 / Ewald Schulte-Renger überzeugt als ältester Teilnehmer

Jan Klümpers (r.), der sich zurzeit auf die Prüfung zum 2. Dan vorbereitet, zeigte mit Pascal Röttger (l.) die Bunkai zur Kata Sisochin.
Einige Schüler der Sportschule Yuishinkan zeigten tolle Darbietungen beim Tag der offenen Tür in den Bereichen Gymnastik, Kata, Bunkai, Kumite und Selbstverteidigung. 
Auch die beiden Kleinsten, die Sechsjährigen Nick Brack (v. l.) und Leon Schulte-Renger, hatten viel Spaß bei den Vorführungen. 
Der älteste anwesende Karateschüler der Sportschule Yuishinkan, Ewald Schulte-Renger (4. Kyu), zeigte mit seinen 63 Jahren die Kata Seenchin. 

 

RHEINE. Die Sportschule Yuishinkan nahm an der Aktion „Deutschland bewegt sich“ in Zusammenarbeit von Barmer GEK, ZDF und Bild im Aktionsmonat Karate am vergangenen Samstag mit einem Tag der offenen Tür teil.

Einige Karateschüler im Alter von sechs bis 63 Jahren zeigten Vorführungen aus dem Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenbereich. Da ein vernünftiges Aufwärmen und Kraftaufbau unumgänglich sind, wurden auch Übungen aus dem Bereich Gymnastik gezeigt. Sensei und Gesundheitstrainer Ludger Möller zeigte anhand seiner Frau Claudia, die die Übungen vormachte, wie wichtig diese Gymnastikübungen beim Karate sind.

Nachdem Techniken in der Gruppe gezeigt wurden, standen Vorführungen im Bereich Kata, Kumite und Selbstverteidigung der einzelnen Gürtelfarben an.

Jan Klümpers, der sich zurzeit auf die Prüfung zum 2. Dan vorbereitet, zeigte die Kata Sisochin. Anschließend boten Jan Klümpers und Pascal Röttger die Bunkai zu dieser Kata dar. Bunkai ist also anwendungsbezogene Sinnermittlung einer Kata. Es werden von einzelnen Techniken über Kombinationen und Sequenzen bis hin zur kompletten Kata Anwendungsmöglichkeiten mit dem Partner durchdacht und ausgeführt.

Um den Unterschied zu dieser Leistungsklasse darzustellen, zeigten die anderen Gürtelfarben nach und nach ihre Darbietungen.

„Gerade im Kumite“, erklärte Sensei Möller den Gästen, „gibt es gravierende Unterschiede in der Bewertung. Bei den Erwachsenen wird ein Schlag oder ein Tritt mit einem Abstand von zwei Zentimetern vom Körper gewertet. Bei Kindern gilt eine schon zu wertende Distanz von 10 bis 15 Zentimetern.“

Um zu demonstrieren, dass Karate auch etwas für ältere Menschen ist, zeigte Ewald Schulte-Renger die Kata Seenchin. „Ewald ist erst vor drei Jahren mit dem Karate angefangen und hat heute mit 63 Jahren den 4. Kyu (2. Blaugurt). Unser ältester Karateschüler, der leider heute verhindert ist, und auch vor drei Jahren erst angefangen ist, feiert heute seinen 71. Geburtstag“, verblüffte Möller die erwachsenen Zuschauer.

Bei sonnigem und trockenem Wetter verteilten sich die Gäste im Vorführ-, Café- und Außenbereich und konnten sich bei Kaffee, Kuchen und Würstchen auch gut stärken.